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Löschzüge auf Amtsebene

Großübung in Schönberg mit 150 Feuerwehrleuten

„Ich würde gern auf Knopfdruck alle Tanklöschfahrzeuge des Amtes alarmieren können", so war der Wunsch eines Einsatzleiters bei einem größeren Flächenbrand im Amt Sandesneben-Nusse im Jahr 2011. Daraufhin begannen erste Diskussionen, diesen Wunsch in die Tat umsetzen. Die Idee einer „Feuerwehrbereitschaft auf Amtsebene" war geboren.

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Bei den sich nun anschließenden Überlegungen und Recherchen orientierte sich die Amtswehrführung an dem im Brandschutzgesetz Schleswig-Holstein beschriebenen Bereitschaftszügen. Dieses Konzept wurde auf die im Amt verfügbaren technischen Möglichkeiten angepasst. Oberstes Ziel dabei ist die Einbindung aller Feuerwehren des Amtes. So entstanden fünf Löschzüge mit einem jeweiligen Themenschwerpunkt sowie eine Führungsgruppe bestehend aus der Amtswehrführung und einem Führungsfahrzeug. Um den einsatztaktischen Wert der Löschzüge neben den technischen Möglichkeiten weiter zu erhöhen, haben die Feuerwehren der einzelnen Löschzüge Zugführer und jeweils zwei Stellvertreter gewählt. Die organisatorische Aufstellung der Löschzüge des Amtes Sandesneben-Nusse wurde Anfang 2013 nach vielen Stunden der Beratung mit den Wehrführern des Amtes und weiteren Fachberatern erfolgreich beendet. Seit dem Sommer 2013 erfolgte die zusätzliche Programmierung der digitalen Meldeempfänger der Kameraden.

Bei einer Großübung in Schönberg konnten 150 Feuerwehrleute das Zusammenspiel des 3. und 4. Löschzuges des Amtes Sandesneben-Nusse trainieren. Als Szenario diente ein Großbrand in einer Schönberger Produktionshalle. Einsatzleiter Michael Ehlers koordinierte die insgesamt 15 Feuerwehren mit Unterstützung der Amtswehrführung sowie Kameraden der Feuerwehr Steinhorst.

Um eine ausreichende Wasserversorgung an der Einsatzstelle sicherzustellen, musste unter anderem Wasser über eine rund 1.000 Meter lange Schlauchleitung gefördert werden. Diese Aufgabe übernahm der 3. Löschzug unter der Führung von Thomas Murjahn, Gruppenführer der Feuerwehr Sandesneben. Zeitgleich konnte Christof Funk, stellvertretender Gemeindewehrführer der Feuerwehr Schiphorst, mit dem 4. Löschzug die Wasserversorgung mit einem Pendelverkehr wasserführender Fahrzeuge unterstützen. Diese gaben das Wasser in den kürzlich in Dienst gestellten mobilen Wasserfaltbehälter der Feuerwehr Lüchow mit 5000 Liter Fassungsvermögen ab.

Im Fazit stellte der stellvertretende Amtswehrführer Kim Steingrube (FF Steinhorst) fest, dass die Alarmierung und die Zusammenarbeit reibungslos funktioniert haben.

Feuerwehren im Amt Sandesneben-Nusse

Das Amt Sandesneben-Nusse hat 28 Freiwillige Feuerwehren mit insgesamt 833 aktiven Mitgliedern sowie zusätzlich 4 Jugendfeuerwehren mit 119 Mitgliedern. Es steht ein Fuhrpark von 32 Lösch-Fahrzeugen zur Verfügung. Das jüngste Fahrzeug wurde im April in Dienst gestellt, das älteste ist Baujahr 1974. Folgende Löschzüge wurden aufgestellt: 1. Löschzug „Brandbekämpfung", 2. Löschzug „Brandbekämpfung", 3. Löschzug „Wasserförderung über lange Wegstrecken", 4. Löschzug „Wassertransport", 5. Löschzug „Technische Hilfe"

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