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Noch können wir ruhig schlafen, aber wie lange noch...?

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Die Feuerwehrkameradinnen und –kameraden wünschen sich Unterstützung durch aktive Schönberger, die sich zum Wohl und zur Sicherheit der Allgemeinheit in einer netten und fröhlichen Mannschaft engagieren wollen.

Eine Gemeinde von der Größe Schönbergs benötigt eine Mindeststärke der freiwilligen Feuerwehr von 36 aktiven Kameraden. Derzeit sind wir noch 35 Aktive, aber durch Umzug, private und/oder berufliche Veränderung oder Schwangerschaft und Krankheit sind regelmäßig zeitweise oder dauerhafte Abgänge zu verkraften. Auch wenn wir eine tolle Jugendfeuerwehr haben, so sind die Jugendlichen und jungen Erwachsenen durch Ausbildung und Studium nicht selten gezwungen, Schönberg – und damit auch die Feuerwehr – zu verlassen.

Damit alle Schönberger nachts auch weiterhin ruhig schlafen und jederzeit sicher sein können, dass die Feuerwehr im Notfall schnell und schlagkräftig helfen kann, bitten wir alle, die Zeit erübrigen können, und denen etwas an unserem Dorf liegt, einmal vorbeizuschauen und mal zu gucken, ob die Feuerwehr nicht auch eine tolle Freizeitalternative sein kann. Der Umgang mit Menschen und Technik bietet viele verschiedene Möglichkeiten des Engagements. Prinzipiell ist da für jeden etwas dabei. Insbesondere unsere Kameradinnen würden sich über eine Verstärkung der Frauenquote freuen. Also keine Angst, und einfach mal anrufen unter 0172-4238735 (Michael Ehlers) oder im Internet unter www.freiwillige-feuerwehr-schoenberg.de mal den Dienstplan ansehen und einfach vorbeikommen. Eine Altersbegrenzung gibt’s nicht und beißen tun wir auch nicht. (... und entgegen vieler Vorurteile wird bei uns mehr Cola und Wasser als Alkohol getrunken)!

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„Schönbergs Bürger können ruhig schlafen!“

Zu dieser Feststellung kam die Prüfungskommission des Kreisfeuerwehrverbandes am 13. Juni, nachdem sich die Kameraden unserer freiwilligen Feuerwehr als erste Wehr des Amtes Sandesneben-Nusse der Prüfung zur Stufe IV der Leistungsbewertung „Roter Hahn“ – der zweithöchsten Bewertungsstufe des Landes – gestellt hatten.

Die Feuerwehrmänner und -frauen hatten sich seit dem Frühjahr mit vielen Übungseinheiten und einem Erste-Hilfe Lehrgang in Theorie und Praxis auf die geforderten Aufgaben vorbereitet, die Fahrzeuge und das Gerätehaus auf Vordermann gebracht und sich mit Trainingseinheiten „Fit for Fire“ gemacht. Dann wurde es ernst:

Die Prüfungskommission prüfte die Unterlagen der Wehrführung und nahm Fahrzeuge und Gerätehaus kritisch in Augenschein. Anschließend trat die Feuerwehr mit 32 von 35 aktiven Kameraden zusammen mit 17 Jugendfeuerwehrleuten an. Die Kommission prüfte den Dienstanzug und später auch die Schutzkleidung. Anschließend wurde das theoretische Fachwissen und die Kenntnis über die wichtigsten Sicherungsknoten geprüft.

Während ein Teil der Feuerwehrkameraden der Kommission ihre Fitness beim Feuerwehrsport „Fit for Fire“ bewies, führte die Jugendfeuerwehr den zahlreichen Zuschauern eindrucksvoll vor, dass auch der Feuerwehrnachwuchs schon in der Lage ist, mit Wasser aus einem Bach, einer Kreiselpumpe und ausreichend Schlauchmaterial wirkungsvoll Feuer zu löschen.

Anschließend wurde die Feuerwehr zweimal „alarmiert“:

In der Lackierhalle der Zaunfirma Piper war „ein Feuer ausgebrochen“ und eine Person wurde im Gebäude vermisst. Die erste Löschgruppe rettete die vermisste Person aus dem verqualmten Gebäude, während die zweite Löschgruppe die Wasserversorgung vom Hydranten aufbaute. Auch die von der Kommission unerwartet eingebaute Aufgabe: „erster Angriffstrupp benötigt selbst Hilfe“ wurde sicher gelöst.

Nachdem Schläuche und Material abgebaut und die Einsatzstelle verlassen worden war, kam die neue Alarmierung: „Verkehrsunfall, Person eingeklemmt“. Wieder rückte die Wehr auf dem Werksgelände Piper zur Rettung an. Diesmal übernahm die zweite Löschgruppe die Rettung der verletzten Person, während die erste Löschgruppe den Brandschutz sicherstellte. Die Zuschauer konnten aus nächster Nähe verfolgen, wie zunächst das Fahrzeug gesichert und der „Verletzte“ betreut wurde. Anschließend wurden Türen und B-Säule der Pkw entfernt, damit der Verletzte mit einer Rettungstrage gerettet werden konnte.

Zur Vervollständigung der Prüfung rettete die Wehr noch eine verletzte Person aus großer Höhe mit dem sog. Leiterhebel und zwei Kameraden seilten sich bei einer Selbstrettungsübung aus großer Höhe ab.

Nach rund 5 Stunden gab Andreas Koop als Vorsitzender des Prüfungsausschusses dem Wehrführer Michael Ehlers, den Feuerwehrkameraden, dem Bürgermeister Karl-Heinz Piper als Dienstherrn, dem Amtswehrführer Volker Bockhold und dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Torsten Möller das hervorragende Ergebnis bekannt: Als erste Wehr des Amtes Sandesneben-Nusse hat die Schönberger Feuerwehr die zweithöchste Leistungsprüfung des Landes bestanden. Die Schönberger Feuerwehrmänner und -frauen haben bewiesen, dass sie mit ihrer Ausrüstung den auf sie wartenden Aufgaben gewachsen sind und die Schönberger Bürger können sicher sein, dass ihre Feuerwehr ihnen im Ernstfall schnell und wirkungsvoll helfen kann. Natürlich gab es auch Anregungen und Hinweise, die die Kommission unserer Wehr mit auf den Weg gegeben hat – insbesondere mit der Bitte, nicht nachzulassen und in nicht allzu ferner Zukunft auch den fünften und höchsten Stern in Angriff zu nehmen.

Anschließend wurde gegrillt und der Erfolg bis 1:30 Uhr gefeiert.


Text: Heiner Westphal, FF Schönberg

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