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Chronik zum 100-jährigen Bestehen

Wo Freiwillige sich zusammenfinden:

 

Am 23. Mai 1897 wurde die Freiwillige Feuerwehr Schönberg gegründet.

Es war die Zeit, da überall auf dem Lande die Einsicht wuchs, dass eine organisierte Abwehr notwendig war, um den Bürger vor unübersehbaren Verlusten durch Feuer und Naturkatastrophen zu bewahren oder zumindest die Schäden in Grenzen zu halten. Vielleicht war aber auch der Anlass der, dass man der drohenden Bildung einer Zwangswehr entgehen wollte. So erklärten sich 43 Schönberger Männer bereit, zunächst zwei Jahre unentgeltlich in der Feuerwehr zu dienen. Doch schon im ersten Jahr traten 3 Männer wieder aus und einer ein, somit zählte die Feuerwehr nur noch 41 Mitglieder.

Nachfolgend sollen die im Protokollbuch aufgeführten Namen der Gründungsmitglieder genannt werden und Ihr werdet feststellen, dass viele Schönberger Familien über die Jahrzehnte hinweg bis heute eng mit der Feuerwehr verbunden sind.

Gründungsmitglieder waren:

H. Schmidt, August Stamer, Heinrich Hack, Ch. Wulf, H. Groth, H. Püst, August Ehlers, Joh. Löding, Heinrich Pöhls, Carl Kohl, Fritz Hack, Joh. Stamer, Heinrich Kröger, Gottfried Meinke, Heinrich Stamer, Franz Peemöller, Heinrich Burmester, Joh. Ehlers, Ch. Siemer, Joh. Möller, Frith Groth, Heinrich Hassler, Ch. Hassler, Franz Hassler, Heinrich Gebhardt, Joh. Moors, Fritz Martens, Emil Schmidt, August Sievers, Heinrich Püst, Heinrich Stamer, Fritz Stamer, Heinrich Ehlers sen., Heinrich Ehlers jun., Gottfried Köster, Wilhelm Meins, Gottfried Sietz, Gottfried Sietz (Weber), Fritz Meins, Heinrich Gebhardt jun., Gottfried Burmester und Joh. Püst.

Damals wurden von den Einwohnern Schönbergs 400 Goldmark für die Anschaffung von Uniformen gestiftet, der Rest wurde von der Gemeinde bezahlt. Eine Handdruckspritze sowie andere erforderliche Ausrüstungsgegenstände wurden ebenfalls durch die Gemeinde angeschafft und finanziert. Die Handdruckspritze musste von acht Männern bedient werden. Sie wurde erst kurz vor dem ersten Weltkrieg durch eine verbesserte Handdruckspritze ersetzt. Diese tat bis 1946 ihren Dienst und wurde dann endlich durch eine Motorspritze ersetzt. Damit gehörte der harte körperliche Einsatz an der Pumpe der Vergangenheit an.

Allerdings war die Motorisierung noch in den Kinderschuhen, deshalb wurden unsere Landwirte in sog. „Fuhrrollen" eingeteilt, damit die Wehr ausrücken konnte. Ein Gespann zog die Spritze und je ein Gespann den ersten und den zweiten Mannschaftswagen. Schon damals rückte unsere Wehr zur nachbarschaftlichen Hilfe in andere Orte aus.

Die Gespanne wurden nach dem zweiten Weltkrieg durch Traktoren abgelöst.

Im Jahre 1958 erhielt unsere Wehr ihr erstes motorisiertes Löschfahrzeug, ein TSF (Tragkraftspritzenfahrzeug). Vom Zivilschutz wurde uns dann 1963 ein gebrauchtes LF-16 mit TS 9 (Löschfahrzeug mit eingebauter Pumpe für 1600 l Förderleistung je Minute und Tragkraftspritze mit 800 l Förderleistung je Minute) zur Verfügung gestellt.

Ein Gerätehaus für nunmehr zwei Fahrzeuge konnte erst 1972 erbaut werden, so fand dieses Fahrzeug zunächst in einer von der Gemeinde angemieteten Scheune seinen Stellplatz.

Nur wenige Jahre später (1978) erhielten wir von unserer Gemeinde ein gebrauchtes Tanklöschfahrzeug (TLF 16), womit wir zunächst, durch den Wasservorrat dieses Fahrzeuges, wesentlich effektiver agieren konnten. Allerdings entsprach unser Gerätehaus nicht mehr den gestiegenen Anforderungen, weshalb es 1988 bis 1989 umgebaut und vergrößert wurde.

Seit 1985 besitzen wir außerdem einen gebrauchten VW-Bus, der als Mannschaftswagen und Einsatzleitfahrzeug umgebaut wurde. Dieses Fahrzeug musste 1995 durch ein neueres, ebenfalls Gebrauchtes ersetzt werden. Das alte ZS-Löschfahrzeug LF 16-TS 8 wurde nach 29 Dienstjahren im Jahre 1992 ausgemustert, dafür wurde von der Landesfeuerwehrschule ein gebrauchtes Löschfahrzeug LF 16-TS 8 gekauft. Dieses Fahrzeug steht bis heute in unserer Wehr im Dienst.

Zu unserem 100-jährigen Jubiläum 1997 erhielten wir ein nagelneues Tanklöschfahrzeug, ein TLF 16. Das alte TLF 16 wurde nach 36! Jahren Dienstzeit ausgemustert. Es hat ausgezeichnete Dienste geleistet, eine notwendige Instandsetzung hätte aber über Gebühr Kosten verursacht.

Um auch bei der technischen Hilfeleistung bestmöglich ausgerüstet zu sein, wurden 1993 hydraulische Geräte, sog. „Schere und Spreizer" angeschafft, später ein hydraulischer Stempel, um eingeklemmte Personen aus den verunfallten Fahrzeugen zu befreien. Heute, 2004, wird dieses Rettungssystem durch neue innovative Zubehörteile ergänzt.

Außerdem wird die persönliche Schutzausrüstung der Kameradinnen und Kameraden auf den neuesten Stand gebracht.

Für die Finanzierung des Brand- und Katastrophenschutzes stellte die Gemeinde Schönberg stets ausreichende Geldmittel zur Verfügung, besser kann man sich die partnerschaftliche Zusammenarbeit einer Gemeinde und Ihrer Feuerwehr nicht vorstellen.

Unsere Wehr war zu allen Zeiten nicht nur Helfer in der Not, sondern auch Mitträger des kulturellen Erbes unserer Region. So wurde von den damaligen Kameraden die Feuerwehrkapelle Schönberg im Jahre 1924 gegründet. Dieser Musikzug war überall im Kreis sehr beliebt und wurde sehr oft zu Festen und Veranstaltungen engagiert. Einige Kameraden waren 50 Jahre! aktiv im Musikzug.

Heute hat unser Musikzug erhebliche Nachwuchssorgen, allzu groß wird hier der Einfluss der globalen Musikindustrie empfunden, die vierteljährlich neue Trends setzt.

Weniger Sorgen müssen wir uns um den Nachwuchs der aktiven Wehr machen. Erst 1984 wurde unsere Jugendfeuerwehr gegründet. Dies war einer der wichtigsten Schritte für die Zukunft unserer Wehr. Die Kameradinnen und Kameraden der Jugendfeuerwehr erhalten durch die Jugendwartin Brigitte Westphal und die Jugendwarte Holger Brandt, Wilfried Klockmann, Arne Gatermann und Björn Hinze eine vorbildliche Ausbildung im Feuerwehrdienst und haben mit großem Eifer schon bei mehreren Wettbewerben ihr Können unter Beweis gestellt.

Außerdem ist jede Kameradin und jeder Kamerad aus der Jugendwehr eine Bereicherung für unsere aktive Wehr. Mit ihrem Schwung, dem Elan und dem Fachwissen setzen gerade junge Leute Akzente, die uns Ältere daran erinnern, nicht in festgefahrenen Arbeitsweisen zu erstarren. Herausforderung anzunehmen und Probleme zu lösen können so gemeinsam umgesetzt werden.

Ehrenämter sind derzeit nicht sehr aktuell, wenn man aber sieht, wie engagiert Jung und Alt in unserer Wehr zusammenarbeiten, brauchen wir uns um die Zukunft weniger zu sorgen.

Dennoch immer gilt: „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr".

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